“Wir sind nicht im Urlaub, wir sind unterwegs.”

Dieser Satz fiel an unserem letzten Tag in Botswana über unser Helm-Interkom. Nach einer Nacht auf dem Campingplatz klingelte um 6 der freundliche Wecker: Aufstehen, Frühstück, Packen! Um 8:30 waren wir auf dem Weg zur Fährstation über den Zambezi, um 10:00 Uhr hatten wir getankt, den Reifendruck überprüft, den Formalscheiss auf der botswanischen Seite erledigt und rollten auf die Fähre im Westentaschenformat zu, die uns über den Zambezi setzen sollte (und würde). Auf uns wartete eine Horde Fixer – d.h. Menschen, die dir ungefragt und häufig recht eindringlich ihre Hilfe beim Grenzübergang anbieten – und 5 verschiedene Stationen auf der zambischen Seite, an denen wir Geld und Nerven lassen durften bevor die Tore nach Zambia dann wirklich aufgingen.

Ist das Urlaub? Nee. Aber schön ist’s.

Nicht die Packerei an sich, das Tanken, das Warten der Motorräder, das Ausweis-und-Carnet-vorzeigen-Geld-wechseln-feilschen-handeln-rumrennen-in-der-Hitze-Gedöns.

Aber mit Alex vom Zeltplatz, Kevin und seinen beiden Neffen über unseren Fotos und Videos aus Botswana hängen und Geschichten austauschen (als die Löwen aus Zimbabwe rüberkamen und im Nachbardorf eine halbe Herde gerissen haben – können wir natürlich nicht gegen anstinken). Nachts im Halbschlaf im Zelt die Elefanten hören, die nebenan am Wasserloch trinken. Am morgen mit Alex Tee trinken, wenig reden und uns langsam von der Sonne wecken und aufwärmen lassen. Nach der Fähre an der zambischen Grenzstation überaschenderweise unsere Motorradkollegen Florian und Istvan treffen, die uns dann mit ihrer “Gehörlosenmasche” im Schnelldurchlauf durch die Grenzformalitäten lotsen (wir haben Blut und Wasser geschwitzt, aber im Nachhinein wars natürlich ne Geschichte für die Enkel).

Langsam, ganz langsam sind wir unterwegs.

 

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